Kognitive Verhaltenstherapie

Psychotherapie ist eine fachliche und strukturierte Unterstützung, die Menschen helfen kann, besser mit psychischen und emotionalen Belastungen umzugehen und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Psychotherapie ist in vielen Bereichen hilfreich – vor allem dann, wenn Belastungen länger andauern oder den Alltag beeinträchtigen.


Typische Bereiche sind:

  1. Psychische Störungen wie Depressionen, Ängste, Zwänge.
  2. Emotionale Belastungen: anhaltende Traurigkeit, Stress, Überforderung, Wut, innere Unruhe.
  3. Lebenskrisen wie Trauer, Trennung, Mobbing oder bedeutungsvolle Lebensveränderungen (u. a. Konflikte innerhalb der Familie, Scheidung der Eltern, Krankheit).
  4. Persönliche Entwicklung – für mehr Selbstvertrauen, bessere Selbstwahrnehmung oder das Verstehen eigener Verhaltensmuster.
  5. Schwierigkeiten im sozialen Umgang:
  • Probleme, Beziehungen aufzubauen oder zu halten,
  • Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen
  • Kommunikationsschwierigkeiten,
  • Defizite bezüglich der sozialen Kompetenzen.

 

Ich arbeite mit Ansätzen aus der kognitiven Verhaltenstherapie nach Beck. Sie basiert auf der Idee, dass unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten eng miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Sie kombiniert kognitive Techniken (Erkennen und Verändern verzerrter Denkmuster) mit verhaltensorientierten Techniken (Exposition, Rollenspiele, Hausaufgaben).

Techniken:

a) Gedankenprotokolle – negative oder automatische Gedanken werden erkannt und geprüft.
b) Kognitive Umstrukturierung – dysfunktionale Gedanken werden durch realistische und hilfreiche Gedanken ersetzt.
c) Stimulus-Response-Umleitung – alternative Reaktionsmuster werden geübt.
d) Problemlösetraining – systematisches Vorgehen bei konkreten Problemen.
e) Exposition – mit Angstsituationen wird man schrittweise konfrontiert, um Angst zu reduzieren.

Ein Beispiel:

Situation: „Ein Vorgesetzter stellt deine berufliche Kompetenz infrage.“

Gedankenprotokoll – automatische Gedanken erkennen:
„Ich bin nicht gut genug.“

Die automatischen Gedanken werden nicht bewertet. Das Gefühl ist Angst um den Arbeitsplatz und Unsicherheit. Es kann im Verhalten zum Rückzug oder zur Überanstrengung kommen.

Umbewertung – prüfen: Welche Belege unterstützen diese Skepsis? Welche Beweise sprechen dagegen?

Ersetzen durch realistische Gedanken:
„Ein einzelnes Feedback bedeutet nicht, dass ich insgesamt inkompetent bin.“

Um impulsive Reaktionen wie Rückzug oder Ärger zu vermeiden, ist eine lösungsorientierte und strukturierte Vorgehensweise in solchen Situationen wichtig.

Ich stelle dir einen möglichen Ansatz vor:
Problem erkennen und klar formulieren: „Mein Vorgesetzter hinterfragt meine berufliche Kompetenz.“
Situation beschreiben: „Was wurde genau gesagt?“
Ziel: z. B. „Ich möchte Klarheit über die Kritik bekommen.“

Brainstorming – wir sammeln Lösungen: Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und nach Feedback fragen, Arbeitskollegen um Unterstützung bitten, eigene Leistungen beobachten und dokumentieren.

Lösungen bewerten, um eine sinnvolle und realistische Lösung zu finden.
Entscheidung: „Ich bitte um ein klärendes Gespräch mit meinem Vorgesetzten.“

Planumsetzung: „Wann spreche ich ihn an?“, „Welche Fragen stelle ich im Gespräch?“

Überprüfung des Ergebnisses (nach dem Gespräch):
„Habe ich mehr Klarheit über die Kritik bekommen?“,
„Hat sich die Situation mit dem Vorgesetzten verbessert?“

Die Überprüfung hilft, aus Erfahrungen zu lernen und in Zukunft Probleme besser zu lösen. Und wenn das Gespräch mit dem Vorgesetzten nicht effektiv war, wird das Ergebnis überprüft und bewertet, die Ursache analysiert, neue Lösungswege werden gesucht und die Strategie angepasst.

Wir versuchen, Situationen zu reflektieren, Alternativen zu finden und Probleme nicht als unlösbar zu betrachten. Das Ziel ist, das Selbstvertrauen zu stärken, realistische Lösungen zu finden und aktiv zu handeln, statt nur zu reagieren oder aufzugeben.

Die kognitive Verhaltenstherapie ist meine große Leidenschaft – sie verbindet das Denken mit dem, was das Herz fühlt. Sie bringt Gedanken und Herz dorthin, wo Einsicht und Gefühl sich begegnen. Diese Leidenschaft ist mehr als Interesse; sie ist eine tiefe Faszination für das menschliche Erleben, für die unsichtbaren Verbindungen zwischen Kopf und Herz. Im Kopf ist das Denken verankert, das Herz spricht die Sprache der Gefühle – und wir können beides miteinander verbinden und verstehen.


Epiktet:

"Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge"


Teresa Brau

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